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Baden-Württemberg: Neues Programm MikroCrowd
Mit einem neuen Förderprogramm will das Land Baden-Württemberg der Gründungsdynamik im Bereich der Einzel- und Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten neuen Schub geben. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für innovative Gründungen weiter zu verbessern und Baden-Württemberg zu einer der gründerfreundlichsten Regionen Europas zu machen, so Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Mit dem neuen Programm "MikroCrowd" sollen Kleinstgründer in Baden-Württemberg künftig ausreichend Startkapital und Know-how durch ein vorbereitendes Coaching in Business und Marketing erhalten. "MikroCrowd" verzahnt neue und etablierte Formen der Gründungsfinanzierung, konkret ein L-Bank-Darlehen mit einer Finanzierung durch Crowdfunding. Zielgruppe sind unter anderem junge Gründer und Querdenker aus web- und logistikbasierten Start-ups. Gründungen im Bereich Digital Services, Arts & Crafts, Design, Food, Mode, Ökologie oder Kommunikation stehen dabei im Fokus.

Auf einer neuen Plattform für die Crowdfinanzierung können Gründungswillige künftig ihre Projekte nach einer Beratung durch die L-Bank und ihre Partner online platzieren und vorstellen. Nach positiver Prüfung der Idee startet die Crowdfunding-Phase, in der die Funding-Schwelle erreicht werden muss. Diese entspricht mindestens 50 Prozent des Finanzierungsbedarfs. Wird das Fundingziel nicht erreicht, kommt keine Finanzierung zustande. Haben sich genügend Unterstützer gefunden, kann ergänzend ein Darlehen in Höhe von bis zu 50 Prozent (maximal 10.000 Euro) gewährt werden. Das Besondere daran sei, dass eine Unternehmens- bzw. Produktidee somit bereits vor dem Unternehmensstart vor einer breiten Öffentlichkeit gepitcht werde und die Gründungswilligen damit bereits ein realistisches Feedback erhielten, ob und wie ihre Geschäftsidee am Markt ankomme, so die Ministerin.

Alternativ zur Crowd-Variante kann nach der Gründungsberatung auch ein Direktdarlehen der L-Bank über max. 80 Prozent des Finanzierungsbedarfs beantragt werden. Der max. Finanzierungsbedarf im Rahmen dieser Mikrofinanzierung beträgt 12.500 Euro - in der reinen Fremdkapitalvariante kann das Start-up-Unternehmen somit einen Direktkredit über 10.000 Euro von der L-Bank erhalten. Diese zweite Variante soll vor allem Gründungsvorhaben abdecken, die weniger Crowdfunding-geeignet sind, zum Beispiel unternehmensnahe Entwicklungs- oder Beratungsdienstleistungen.

Zum Laufzeitende beider Varianten erfolgt eine automatische Vermittlung an die Hausbanken zur Anschlussfinanzierung mit dem Ziel, die folgenden Wachstumsschritte mit einer Hausbankbegleitung umzusetzen, so Axel Nawrath, Vorstandsvorsitzender der landeseigenen L-Bank, die das Programm im Auftrag des Landesministeriums umsetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg


Erschienen am 20.04.17, Roland Betz

 
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